Verfahrenskonfiguration: Unterschied zwischen den Versionen

Aus DiPlanung

 
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'''> Zurück zur Hauptseite [[DiPlan Cockpit Basis für Mandanten-Administratoren (M-A)]]'''
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Mit einer Verfahrenskonfiguration wird festgelegt, wie ein Verfahren aufgebaut ist. Anhand eines Beispiels wird im Folgenden die Struktur einer Verfahrenskonfiguration beschrieben.
 
Mit einer Verfahrenskonfiguration wird festgelegt, wie ein Verfahren aufgebaut ist. Anhand eines Beispiels wird im Folgenden die Struktur einer Verfahrenskonfiguration beschrieben.
  
 
== Gesamtansicht des Beispiels ==
 
== Gesamtansicht des Beispiels ==
[[Datei:BeispielVerfahrenskonfiguration.png|zentriert|mini|583x583px]]
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'''Hinweis''': Neben dem Code der Verfahrenssteuerung (Zeile 3) ist die Fachdomäne anzugeben, hier "KommunaleBauleitplanung" (fehlt im Screenshot). Die Zeile muss lauten <code><verfahrenssteuerung code="999999" fachdomaene="KommunaleBauleitplanung"></code>[[Datei:ImageVKBasis3.png|zentriert|rahmenlos|550x550px]]
  
 
=== Erläuterung der einzelnen Abschnitte ===
 
=== Erläuterung der einzelnen Abschnitte ===
Im Folgenden sind die einzelnen Abschnitte des Screenshots beschrieben. Die Zeilenangabe bezieht sich auf die im Screenshot sichtbare Zeilennummerrierung auf der linken Seite.
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Im Folgenden sind die einzelnen Abschnitte des Screenshots beschrieben. Die Zeilenangabe bezieht sich auf die im Screenshot sichtbare Zeilennummerierung auf der linken Seite.
  
=== Zeilen 1-2 ===
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==== Headerbereich (Zeile 1-2) ====
 
Abschnitt mit Metadaten zur VK
 
Abschnitt mit Metadaten zur VK
  
Rote Abschnitte zeigen an, dass Einträge nicht aufgelöst werden konnten. Hier scheint der Pfad falsch zu sein.
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==== Verfahrenssteuerung (Zeile 3) ====
 
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Es können beliebig viele Verfahrenssteuerungstypen angelegt werden, eine je Verfahrenskonfiguration. Im DiPlanCockpit Basis sind zur Konfiguration nur Plan- und Verfahrensarten anzugeben bzw. relevant.
''Frage ans BE: Konsequenz bzw. Handlungsbedarf?''
 
 
 
=== Zeilen 3-11 ===
 
Start des Mandanten spezifisch anpassbaren Bereichs:
 
  
Abschnitt Verfahrenssteuerung:
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Jeder Verfahrenssteuerungstyp wird selbst unter einer eigenständigen Bezeichnung mit einem Code definiert. Der Code referenziert auf einen Eintrag der Codeliste Code.Verfahrenssteuerung. Wenn man einen neuen Verfahrenssteuerungstyp verwenden möchte, dann benötigt man dafür eine neue Verfahrenskonfiguration und  die Codeliste Code.Verfahrenssteuerung muss um den Code erweitert werden.
  
Hier gibt es einen Verfahrenstyp (Verfahrenssteuerung), für den ein beispielhaftes Setting an darunter liegenden Planarten und Verfahrensarten definiert ist. Die Codes referenzieren auf Einträge in den 3 relevanten Codelisten. Sie müssen übereinstimmen, um valide zu sein.
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==== Zuständigkeit (Zeilen 4-5) ====
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Die Angabe einer oder mehrerer Zuständigkeiten schränkt die Verfügbarkeit der VK ein. Sie steht dann nur für die aufgeführten Zuständigkeiten zur Auswahl. Wenn keine Zuständigkeit in der VK genannt ist, dann ist sie für alle verfügbar.
  
=== Zeilen 12-15 ===
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==== Planarten (Zeilen 6-11) ====
Abschnitt Zeitplanung: Für das DiPlanCockpit Basis ist er nicht relevant, muss aber valide Einträge zum Monitoring enthalten („nein“).
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Hier erfolgt die Angabe der gültigen Planarten für diesen Verfahrenssteuerungstyp. Dafür werden beliebig viele Einträge aus der Codeliste Code.Planart referenziert. Die angegebenen Planarten sollten fachlich zum Verfahrenssteuerungstyp passen. Zulässige Kombinationen sind im XRepository in der [https://www.xrepository.de/details/urn:xoev-de:xplanverfahren:codeliste:planart Codeliste Planart] aufgeführt. Der Eintrag in der Spalte "Übergeordneter Wert" der Codeliste bezeichnet den passenden Verfahrenssteuerungstyp.  
  
=== Zeilen 16-20 ===
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==== Verfahrensarten (Zeilen 12-15) ====
Abschnitt mit Verfahrensschritten (VS): Für das DiPlanCockpit Basis ist er nicht relevant, muss aber valide Einträge enthalten, also Einträge, die sich in der relevanten Codeliste wiederfinden, und „nein“ für Durchgänge enthalten.
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Hier sind die gültigen Verfahrensarten für diesen Verfahrenssteuerungstyp angegeben. Dafür werden beliebig viele Einträge aus der Codeliste Code.Verfahrensart referenziert. Auch hier gilt, soll eine neue Verfahrensart verwendet werden, so ist sie hier in der Verfahrenskonfiguration anzugeben und die Codeliste Code.Verfahrensart um den Code zu erweitern.
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====Optional: Fachdomänenspezifische Ordnerstruktur====
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Eine konfigurierbare fachdomänenspezifische Ordnerstruktur zum Hochladen der Dokumente kann durch den Mandanten-Administrator über den Abschnitt <dokumentbibliothek> ergänzt werden. Zurzeit ist diese Ordnerstruktur nur für die Fachdomäne Planfeststellung konfiguriert.[[Datei:ImageFachdomänenspezifischeOrdner.png|zentriert|rahmenlos|748x748px|verweis=https://wiki.diplanung.de/index.php%3Ftitle=Datei:ImageFachdom%C3%A4nenspezifischeOrdner.png]]Erklärung der Felder:
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{| class="wikitable"
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!Name
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!Zweck
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|-
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|name
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|Name bzw. Bezeichnung des Ordners (im Frontend für Nutzende sichtbar), darf nicht leer sein und darf pro Ebene nicht doppelt auftauchen.
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|-
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|upload
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|Gibt an, ob ein Dokumentenupload über den Ordner möglich ist (true) oder nicht (false).
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|-
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|verfahrensunterlagentyp
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|Der standardmäßig automatisch zugeordnete Verfahrensunterlagentyp für alle Dokumente / Dateien im Ordner.
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|-
 +
|pflicht
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|"ja" bedeutet, dass sich mindestens eine Datei im Ordner befinden muss, was im Rahmen der Vollzähligkeitsprüfung für Vorhabens- und Antragsdokumente der Fachdomäne Planfeststellung überprüft wird. "nein" bedeutet, dass der Ordner leer sein darf und keine Auswirkung auf die Vollzähligkeitsprüfung hat.
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|-
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|beschreibung
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|Textliche Beschreibung der fachlichen Inhalte der Dokumente im Ordner, die für die KI-Prüfung genutzt wird.
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|}Die folgenden Regeln und Einschränkungen müssen beachtet werden:
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*Die Ordnerstruktur entspricht einer Baumstruktur (ähnlich wie Windows-Explorer) mit den Ebenen 0 (Wurzel) bis n.
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*Die Codeliste der Verfahrensunterlagentypen muss um die für die Ordnerstruktur vorgesehenen Verfahrensunterlagentypen ergänzt und hochgeladen sein, anschließend kann die VK hochgeladen werden.
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*Das Attribut verfahrensunterlagentyp darf nicht leer sein und nicht doppelt über die ganze Ordnerstruktur vorkommen.
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*Wenn Dokumente innerhalb dieser Ordnerstruktur von einem DiPlan-System (z. B. Vorhaben-Cockpit - Antragsstellung) zu einem andern DiPlan-System (z. B. Behörden-Cockpit - Verfahrens-Verwaltung) übertragen werden, dann muss die Ordnerstruktur in beiden Systemen exakt identisch sein. Dabei muss beachtet werden, dass in den Codelisten die Codewerte für Verfahrensunterlagentypen in beiden Systemen eindeutig sind und keine Widersprüche vorhanden sind.
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==== Optional: Mandanten spezifische Stammdaten ====
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Optional können oberhalb der Verfahrensschritte zusätzliche Mandanten spezifische Stammdaten angegeben werden. Diese ermöglichen die Gestaltung individueller Eingabefelder für die Stammdatenseite. Sie erscheinen auf der Stammdatenseite oberhalb des Abschnitts zu Parallelverfahren in der Reihenfolge, mit der sie in der Verfahrenskonfiguration aufgeführt sind. Ihre Definition erfolgt beispielsweise in der Form <code><eigenschaft label="Beispiel eines Mandanten spezifischen Feldes zur Eingabe von Text" name="Beispiel6200Text" typ="TEXT" subtyp="SINGLE" pflicht="nein"/></code>.
  
Zwingend erforderlich ist der VS „9998“, um Termine auf der Stammdatenseite eintragen und speichern zu können.
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Erklärung der Felder:
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{| class="wikitable"
 +
!Name
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!Zweck
 +
|-
 +
|label
 +
|Wird als Beschriftung des Feldes angezeigt, kann frei gewählt werden.
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|-
 +
|name
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|Technischer Name, muss eindeutig sein, sprich darf nur einmal verwendet werden.
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|-
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|typ
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|Gibt den Datentyp an. Zulässige Werte sind: TEXT (Freitextfeld mit max. 255 Zeichen), FLOAT (Zahlenfeld für Gleitkommazahlen), INTEGER (Zahlenfeld für ganze Zahlen), BOOLEAN (Checkbox), DATE (Datumsfeld), URL (Link), CODELIST (Dropdown-Auswahl, Inhalte kommen aus einer Codeliste)
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|-
 +
|subtyp
 +
|Muss aktuell immer den Wert SINGLE haben.
 +
|-
 +
|pflicht
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|Gibt an, ob das Feld verpflichtend ist (ja oder nein).
 +
|-
 +
|codelistName
 +
|Nur erforderlich bei Typ CODELIST. Der Wert muss dann lauten: "Code." + Name der Codeliste, z.B. "Code.Zustaendigkeit".
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|}
  
=== Zeilen 21-34 ===
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==== Verfahrensschritt (Zeile 17-32) ====
Abschnitt mit Verfahrens-teilschritten (VTS): Für das DiPlanCockpit Basis ist er nicht relevant, muss aber valide Einträge enthalten, also Einträge, die sich in der relevanten Codeliste wiederfinden.
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Für das DiPlanCockpit Basis ist aus Kompatibilitätsgründen zum DiPlanCockpit Pro lediglich der der VS „9998“ obligatorisch anzugeben, insbesondere um Termine der Stammdatenseite eintragen und speichern zu können. Die mit der Stammdatenseite verknüpften Termine sind für die kommunale Bauleitplanung 0100 (Beschlussdatum), 0200 (Vorweggenehmigung bzw. Planreife gemäß §33 BauGB) und 9300 (Aufhebungsdatum). Der Termin 9300 muss zudem die beiden Eigenschaften "linkPlanzeichnung" und "linkBegruendung" des Typs URL haben (fehlt im Screenshot). Die Angabe erfolgt als <code><eigenschaft name="linkPlanzeichnung" typ="URL"/></code>, analog für "linkBegruendung".
  
Zwingend erforderlich ist der VTS „9998“ mitsamt untergeordneten Code-Zeilen, um Termine auf der Stammdatenseite eintragen und speichern zu können.
+
Für die Fachdomäne Raumordnung sind es die Termine pflicht_9400 (Tag des Inkrafttretens) und pflicht_9450 (Tag des Außerkrafttretens).  
  
= Mandanten spezifischen Anpassung als Schritt-Anleitung =
+
Weitere Verfahrensschritte können angegeben werden. Sie stehen dann auf der Stammdatenseite zur Angabe des aktuellen Verfahrensschritts zur Auswahl.
  
== 1. Schritt: Konzeption ==
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== Mandanten spezifische Anpassung als Schritt-Anleitung ==
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=== 1. Schritt: Konzeption ===
 
Sichten der 3 vorhandenen Codelisten
 
Sichten der 3 vorhandenen Codelisten
  
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Auswahl und Dokumentation der individuell passenden Optionen.
 
Auswahl und Dokumentation der individuell passenden Optionen.
  
Wenn keine Anpassung der änderbaren Codelisten (Verfahrenssteuerung und Verfahrensart) anliegt, geht es mit dem 2. Schritt weiter. Wenn Codelisten angepasst werden sollen, erfolgt dies zuerst nach der Schritt-Anleitung für Codelisten. Erst danach steht der 2. Schritt dieser Anleitung an.
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Wenn keine Anpassung der änderbaren Codelisten (Verfahrenssteuerung und Verfahrensart) anliegt, geht es mit dem 2. Schritt weiter. Wenn Codelisten angepasst werden sollen, erfolgt dies zuerst nach der [https://wiki.diplanung.de/index.php/Codelisten#Mandanten_spezifischen_Anpassung_als_Schritt-Anleitung Schritt-Anleitung für Codelisten]. Erst danach steht der 2. Schritt dieser Anleitung an.
  
== 2. Schritt: Anpassen der Verfahrenskonfiguration ==
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=== 2. Schritt: Anpassen der Verfahrenskonfiguration ===
 
Das Beispiel im obigen Screenshot dient als Kopiervorlage, die 1..n-fach vervielfältigt und angepasst werden kann. Im Code finden sich Kommentare, die die Dokumentation ergänzen.
 
Das Beispiel im obigen Screenshot dient als Kopiervorlage, die 1..n-fach vervielfältigt und angepasst werden kann. Im Code finden sich Kommentare, die die Dokumentation ergänzen.
  
'''Hinweis:''' Es ist sinnvoll, für die Anpassung ein IDE Tool zu verwenden wie Visual Studio Code oder IntelliJ (siehe Screens), um den Code im Hintergrund laufend validieren zu lassen. (IDE = Integrierte Entwicklungsumgebung). Die Prüfung der Formatierung lässt sich per „Shift + Alt + L“ anstoßen.
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'''Hinweis:''' Es ist sinnvoll, für die Anpassung ein IDE Tool zu verwenden wie Visual Studio Code oder IntelliJ, um den Code im Hintergrund laufend validieren zu lassen. (IDE = Integrierte Entwicklungsumgebung). Die Prüfung der Formatierung lässt sich per „Shift + Alt + L“ anstoßen.
  
 
Die Verfahrenssteuerung wird über ihren Code angegeben und bildet das Element auf der obersten Ebene. Darin werden die zugehörigen Planarten und Verfahrensarten aufgeführt. Es können beliebig viele verschiedene Plan- und Verfahrensarten sein. Sie werden jeweils einzeln ebenfalls über ihren Code angegeben. Die Codes müssen in der jeweiligen Codeliste vorhanden sein.
 
Die Verfahrenssteuerung wird über ihren Code angegeben und bildet das Element auf der obersten Ebene. Darin werden die zugehörigen Planarten und Verfahrensarten aufgeführt. Es können beliebig viele verschiedene Plan- und Verfahrensarten sein. Sie werden jeweils einzeln ebenfalls über ihren Code angegeben. Die Codes müssen in der jeweiligen Codeliste vorhanden sein.
  
''Frage ans BE: Ist es möglich, eine hierarchische Auswahl zu definieren?''
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Auf die Verfahrensart folgt der Abschnitt zur Zeitplanung. Im DiPlanCockpit BASIS steht die Zeitplanung nicht zur Verfügung. Deswegen entfällt dieser Abschnitt inklusive des Monitoring für BASIS und ist entsprechend nicht in der dargestellten VK enthalten.  
 
 
''Fall a: Für einen bestimmten Verfahrenstyp (Verfahrenssteuerung) gibt es unterschiedliche Verfahrensarten je nach gewählter Planart?''
 
 
 
''= Wie würde dann der Codeschnipsel aussehen?''
 
 
 
Auf die Verfahrensart folgt der Abschnitt zur Zeitplanung. Im DiPlanCockpit BASIS steht die Zeitplanung nicht zur Verfügung; aus technischen Gründen muss dennoch eine Angabe zum Monitoring erfolgen. Da es keine Zeitplanung gibt, sollte auch das Monitoring deaktiviert sein. Dies erfolgt über das Setzen von aktiv=“nein“.
 
  
Abschließend folgt eine Auflistung von Verfahrensschritten (VS) für den definierten Verfahrenstyp. Jeder VS wird dabei wieder einzeln über seinen Code aufgeführt, der in der Codeliste Code.Verfahrensschritt enthalten sein muss. Im Cockpit Basis stehen keine Aufgaben zur Verfügung. Durchgänge von VS sind nur in Zusammenhang mit Aufgaben zu bearbeiten, deswegen erfolgt im DiPlanCockpit BASIS für jeden Verfahrensschritt die Angabe durchgaenge=“nein“: Das heißt, es sind keine Durchgänge vorgesehen.
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Es folgt in BASIS direkt auf die Verfahrensart eine Auflistung der Verfahrensschritte (VS) für den definierten Verfahrenstyp. Jeder VS wird dabei wieder einzeln über seinen Code aufgeführt, der in der Codeliste Code.Verfahrensschritt enthalten sein muss. Im Cockpit Basis stehen keine Aufgaben zur Verfügung. Durchgänge von VS sind nur in Zusammenhang mit Aufgaben zu bearbeiten, deswegen erfolgt im DiPlanCockpit BASIS für jeden Verfahrensschritt die Angabe durchgaenge=“nein“: Das heißt, es sind keine Durchgänge vorgesehen.
  
Der VS „9998“ ist verpflichtend, um Termine auf der Stammdatenseite hinterlegen zu können. Dies trifft auch auf den darunter stehenden Verfahrensteilschritt (VTS) „9998“ mitsamt darunter liegenden Termine.
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Der VS „9998“ ist verpflichtend, um Termine auf der Stammdatenseite hinterlegen zu können. Dies trifft auch auf den darunter stehenden Verfahrensteilschritt (VTS) „9998“ mitsamt darunter liegenden Termine zu.
  
 
Das vorliegende Element zur Verfahrenssteuerung kann beliebig häufig kopiert und angepasst werden, so dass sich pro Verfahrenstyp individuelle Konfigurationen vornehmen lassen.
 
Das vorliegende Element zur Verfahrenssteuerung kann beliebig häufig kopiert und angepasst werden, so dass sich pro Verfahrenstyp individuelle Konfigurationen vornehmen lassen.
  
== 3. Schritt: Hochladen ins DiPlanCockpit ==
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=== 3. Schritt: Hochladen ins DiPlanCockpit ===
Das Hochladen der angepassten Verfahrenskonfiguration erfolgt im Admin-Bereich im Reiter Konfiguration, den Nutzer mit den Rollen M-A-Basis aufrufen können.
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Das Hochladen der angepassten Verfahrenskonfiguration erfolgt im Admin-Bereich im Reiter Konfiguration, den Nutzer mit der Rolle M-A-Basis aufrufen können.
  
= Ergänzung =
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== Ergänzung ==
 
Für die änderbaren Codelisten
 
Für die änderbaren Codelisten
  
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* Code.Verfahrensteilschritt
 
* Code.Verfahrensteilschritt
  
sind die Codes „9998“ Pflicht-Einträge, um Termine auf der Stammdatenseite eintragen und speichern zu können. Daher müssen sie auch bei einer Mandanten spezifischen Anpassung erhalten bleiben. Hier der passende Code-Schnipsel aus Code.Verfahrensteilschritt:
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sind die Codes „9998“ Pflicht-Einträge, um Termine auf der Stammdatenseite eintragen und speichern zu können. Daher müssen sie auch bei einer Mandanten spezifischen Anpassung erhalten bleiben. Hier der passende Code-Schnipsel aus Code.Verfahrensschritt:  
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[[Datei:9998VS.png|zentriert|rahmenlos|322x322px]]
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Weitere Infos finden sich in der Schritt-Anleitung zur Anpassung von änderbaren Codelisten.
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Weitere Infos finden sich in der [https://wiki.diplanung.de/index.php/Codelisten#Mandanten_spezifischen_Anpassung_als_Schritt-Anleitung Schritt-Anleitung zur Anpassung von änderbaren Codelisten].

Aktuelle Version vom 28. Januar 2026, 08:18 Uhr

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Mit einer Verfahrenskonfiguration wird festgelegt, wie ein Verfahren aufgebaut ist. Anhand eines Beispiels wird im Folgenden die Struktur einer Verfahrenskonfiguration beschrieben.

Gesamtansicht des Beispiels[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hinweis: Neben dem Code der Verfahrenssteuerung (Zeile 3) ist die Fachdomäne anzugeben, hier "KommunaleBauleitplanung" (fehlt im Screenshot). Die Zeile muss lauten <verfahrenssteuerung code="999999" fachdomaene="KommunaleBauleitplanung">

ImageVKBasis3.png

Erläuterung der einzelnen Abschnitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Folgenden sind die einzelnen Abschnitte des Screenshots beschrieben. Die Zeilenangabe bezieht sich auf die im Screenshot sichtbare Zeilennummerierung auf der linken Seite.

Headerbereich (Zeile 1-2)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abschnitt mit Metadaten zur VK

Verfahrenssteuerung (Zeile 3)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es können beliebig viele Verfahrenssteuerungstypen angelegt werden, eine je Verfahrenskonfiguration. Im DiPlanCockpit Basis sind zur Konfiguration nur Plan- und Verfahrensarten anzugeben bzw. relevant.

Jeder Verfahrenssteuerungstyp wird selbst unter einer eigenständigen Bezeichnung mit einem Code definiert. Der Code referenziert auf einen Eintrag der Codeliste Code.Verfahrenssteuerung. Wenn man einen neuen Verfahrenssteuerungstyp verwenden möchte, dann benötigt man dafür eine neue Verfahrenskonfiguration und die Codeliste Code.Verfahrenssteuerung muss um den Code erweitert werden.

Zuständigkeit (Zeilen 4-5)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Angabe einer oder mehrerer Zuständigkeiten schränkt die Verfügbarkeit der VK ein. Sie steht dann nur für die aufgeführten Zuständigkeiten zur Auswahl. Wenn keine Zuständigkeit in der VK genannt ist, dann ist sie für alle verfügbar.

Planarten (Zeilen 6-11)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hier erfolgt die Angabe der gültigen Planarten für diesen Verfahrenssteuerungstyp. Dafür werden beliebig viele Einträge aus der Codeliste Code.Planart referenziert. Die angegebenen Planarten sollten fachlich zum Verfahrenssteuerungstyp passen. Zulässige Kombinationen sind im XRepository in der Codeliste Planart aufgeführt. Der Eintrag in der Spalte "Übergeordneter Wert" der Codeliste bezeichnet den passenden Verfahrenssteuerungstyp.

Verfahrensarten (Zeilen 12-15)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hier sind die gültigen Verfahrensarten für diesen Verfahrenssteuerungstyp angegeben. Dafür werden beliebig viele Einträge aus der Codeliste Code.Verfahrensart referenziert. Auch hier gilt, soll eine neue Verfahrensart verwendet werden, so ist sie hier in der Verfahrenskonfiguration anzugeben und die Codeliste Code.Verfahrensart um den Code zu erweitern.

Optional: Fachdomänenspezifische Ordnerstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine konfigurierbare fachdomänenspezifische Ordnerstruktur zum Hochladen der Dokumente kann durch den Mandanten-Administrator über den Abschnitt <dokumentbibliothek> ergänzt werden. Zurzeit ist diese Ordnerstruktur nur für die Fachdomäne Planfeststellung konfiguriert.

ImageFachdomänenspezifischeOrdner.png

Erklärung der Felder:

Name Zweck
name Name bzw. Bezeichnung des Ordners (im Frontend für Nutzende sichtbar), darf nicht leer sein und darf pro Ebene nicht doppelt auftauchen.
upload Gibt an, ob ein Dokumentenupload über den Ordner möglich ist (true) oder nicht (false).
verfahrensunterlagentyp Der standardmäßig automatisch zugeordnete Verfahrensunterlagentyp für alle Dokumente / Dateien im Ordner.
pflicht "ja" bedeutet, dass sich mindestens eine Datei im Ordner befinden muss, was im Rahmen der Vollzähligkeitsprüfung für Vorhabens- und Antragsdokumente der Fachdomäne Planfeststellung überprüft wird. "nein" bedeutet, dass der Ordner leer sein darf und keine Auswirkung auf die Vollzähligkeitsprüfung hat.
beschreibung Textliche Beschreibung der fachlichen Inhalte der Dokumente im Ordner, die für die KI-Prüfung genutzt wird.

Die folgenden Regeln und Einschränkungen müssen beachtet werden:

  • Die Ordnerstruktur entspricht einer Baumstruktur (ähnlich wie Windows-Explorer) mit den Ebenen 0 (Wurzel) bis n.
  • Die Codeliste der Verfahrensunterlagentypen muss um die für die Ordnerstruktur vorgesehenen Verfahrensunterlagentypen ergänzt und hochgeladen sein, anschließend kann die VK hochgeladen werden.
  • Das Attribut verfahrensunterlagentyp darf nicht leer sein und nicht doppelt über die ganze Ordnerstruktur vorkommen.
  • Wenn Dokumente innerhalb dieser Ordnerstruktur von einem DiPlan-System (z. B. Vorhaben-Cockpit - Antragsstellung) zu einem andern DiPlan-System (z. B. Behörden-Cockpit - Verfahrens-Verwaltung) übertragen werden, dann muss die Ordnerstruktur in beiden Systemen exakt identisch sein. Dabei muss beachtet werden, dass in den Codelisten die Codewerte für Verfahrensunterlagentypen in beiden Systemen eindeutig sind und keine Widersprüche vorhanden sind.

Optional: Mandanten spezifische Stammdaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Optional können oberhalb der Verfahrensschritte zusätzliche Mandanten spezifische Stammdaten angegeben werden. Diese ermöglichen die Gestaltung individueller Eingabefelder für die Stammdatenseite. Sie erscheinen auf der Stammdatenseite oberhalb des Abschnitts zu Parallelverfahren in der Reihenfolge, mit der sie in der Verfahrenskonfiguration aufgeführt sind. Ihre Definition erfolgt beispielsweise in der Form <eigenschaft label="Beispiel eines Mandanten spezifischen Feldes zur Eingabe von Text" name="Beispiel6200Text" typ="TEXT" subtyp="SINGLE" pflicht="nein"/>.

Erklärung der Felder:

Name Zweck
label Wird als Beschriftung des Feldes angezeigt, kann frei gewählt werden.
name Technischer Name, muss eindeutig sein, sprich darf nur einmal verwendet werden.
typ Gibt den Datentyp an. Zulässige Werte sind: TEXT (Freitextfeld mit max. 255 Zeichen), FLOAT (Zahlenfeld für Gleitkommazahlen), INTEGER (Zahlenfeld für ganze Zahlen), BOOLEAN (Checkbox), DATE (Datumsfeld), URL (Link), CODELIST (Dropdown-Auswahl, Inhalte kommen aus einer Codeliste)
subtyp Muss aktuell immer den Wert SINGLE haben.
pflicht Gibt an, ob das Feld verpflichtend ist (ja oder nein).
codelistName Nur erforderlich bei Typ CODELIST. Der Wert muss dann lauten: "Code." + Name der Codeliste, z.B. "Code.Zustaendigkeit".

Verfahrensschritt (Zeile 17-32)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für das DiPlanCockpit Basis ist aus Kompatibilitätsgründen zum DiPlanCockpit Pro lediglich der der VS „9998“ obligatorisch anzugeben, insbesondere um Termine der Stammdatenseite eintragen und speichern zu können. Die mit der Stammdatenseite verknüpften Termine sind für die kommunale Bauleitplanung 0100 (Beschlussdatum), 0200 (Vorweggenehmigung bzw. Planreife gemäß §33 BauGB) und 9300 (Aufhebungsdatum). Der Termin 9300 muss zudem die beiden Eigenschaften "linkPlanzeichnung" und "linkBegruendung" des Typs URL haben (fehlt im Screenshot). Die Angabe erfolgt als <eigenschaft name="linkPlanzeichnung" typ="URL"/>, analog für "linkBegruendung".

Für die Fachdomäne Raumordnung sind es die Termine pflicht_9400 (Tag des Inkrafttretens) und pflicht_9450 (Tag des Außerkrafttretens).

Weitere Verfahrensschritte können angegeben werden. Sie stehen dann auf der Stammdatenseite zur Angabe des aktuellen Verfahrensschritts zur Auswahl.

Mandanten spezifische Anpassung als Schritt-Anleitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1. Schritt: Konzeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sichten der 3 vorhandenen Codelisten

  • Verfahrenssteuerung (entspricht dem Verfahrenstyp)
  • Planart
  • Verfahrensart

Auswahl und Dokumentation der individuell passenden Optionen.

Wenn keine Anpassung der änderbaren Codelisten (Verfahrenssteuerung und Verfahrensart) anliegt, geht es mit dem 2. Schritt weiter. Wenn Codelisten angepasst werden sollen, erfolgt dies zuerst nach der Schritt-Anleitung für Codelisten. Erst danach steht der 2. Schritt dieser Anleitung an.

2. Schritt: Anpassen der Verfahrenskonfiguration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Beispiel im obigen Screenshot dient als Kopiervorlage, die 1..n-fach vervielfältigt und angepasst werden kann. Im Code finden sich Kommentare, die die Dokumentation ergänzen.

Hinweis: Es ist sinnvoll, für die Anpassung ein IDE Tool zu verwenden wie Visual Studio Code oder IntelliJ, um den Code im Hintergrund laufend validieren zu lassen. (IDE = Integrierte Entwicklungsumgebung). Die Prüfung der Formatierung lässt sich per „Shift + Alt + L“ anstoßen.

Die Verfahrenssteuerung wird über ihren Code angegeben und bildet das Element auf der obersten Ebene. Darin werden die zugehörigen Planarten und Verfahrensarten aufgeführt. Es können beliebig viele verschiedene Plan- und Verfahrensarten sein. Sie werden jeweils einzeln ebenfalls über ihren Code angegeben. Die Codes müssen in der jeweiligen Codeliste vorhanden sein.

Auf die Verfahrensart folgt der Abschnitt zur Zeitplanung. Im DiPlanCockpit BASIS steht die Zeitplanung nicht zur Verfügung. Deswegen entfällt dieser Abschnitt inklusive des Monitoring für BASIS und ist entsprechend nicht in der dargestellten VK enthalten.

Es folgt in BASIS direkt auf die Verfahrensart eine Auflistung der Verfahrensschritte (VS) für den definierten Verfahrenstyp. Jeder VS wird dabei wieder einzeln über seinen Code aufgeführt, der in der Codeliste Code.Verfahrensschritt enthalten sein muss. Im Cockpit Basis stehen keine Aufgaben zur Verfügung. Durchgänge von VS sind nur in Zusammenhang mit Aufgaben zu bearbeiten, deswegen erfolgt im DiPlanCockpit BASIS für jeden Verfahrensschritt die Angabe durchgaenge=“nein“: Das heißt, es sind keine Durchgänge vorgesehen.

Der VS „9998“ ist verpflichtend, um Termine auf der Stammdatenseite hinterlegen zu können. Dies trifft auch auf den darunter stehenden Verfahrensteilschritt (VTS) „9998“ mitsamt darunter liegenden Termine zu.

Das vorliegende Element zur Verfahrenssteuerung kann beliebig häufig kopiert und angepasst werden, so dass sich pro Verfahrenstyp individuelle Konfigurationen vornehmen lassen.

3. Schritt: Hochladen ins DiPlanCockpit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hochladen der angepassten Verfahrenskonfiguration erfolgt im Admin-Bereich im Reiter Konfiguration, den Nutzer mit der Rolle M-A-Basis aufrufen können.

Ergänzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die änderbaren Codelisten

  • Code.Verfahrensschritt
  • Code.Verfahrensteilschritt

sind die Codes „9998“ Pflicht-Einträge, um Termine auf der Stammdatenseite eintragen und speichern zu können. Daher müssen sie auch bei einer Mandanten spezifischen Anpassung erhalten bleiben. Hier der passende Code-Schnipsel aus Code.Verfahrensschritt:

9998VS.png


Weitere Infos finden sich in der Schritt-Anleitung zur Anpassung von änderbaren Codelisten.